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 Tannhäuser 28.08.2004 (18:31) Hanne
Während meiner Hausarbeit zu "Verschiedene" habe ich einen engl. oder amer. Interpretationsansatz von Prawer und auch Sammons gefunden, die meinen, d´ß der 3. Teil des Tannhäusergedichts aus Heines Resignation gegenüber der Liebeproblematik entstanden sei. Da sich der Tannhäuser (bzw. Heine) nicht von der Venus befreien kann, wendet er sich der Satire zu.
Grundsätzlich gefällt mir der Ansatz, finde ihn aber dann doch zuweit hergeholt um hin einfach einszueins zu übernehmen und da er selbst nur mit der amerikanischen Bibliographie, also nur Seitenzahl gennat ist, geht es auch nicht. Gleichzeitig finde ich aber auch im Netz nichts zu Prawer im kontext mit Heine.
Meine Frage als 1: Ist dieser Ansatz wirklich so schlüssig, oder kommt mir das nur so vor?
2. Kennt jemand die Publikation, oder wenigstens eine Publikation von Prawer, oder Seiten in denen  Sachen von ihm veröffentlicht sind?

Erst mal vielen Dank für die Aufmerksamkeit
 Re: Tannhäuser 30.08.2004 (11:49) Gylman
Hallo Hanne,
ich finde es richtig, dass Du den Ansatz nicht einszueins übernehmen willst. Ich versuche mal einen eigenen Interpretationsansatz.

Tannhäuser möchte von der Venus loskommen, sie lässt ihn frei. Er wendet sich an den Papst um Hilfe zu erlangen. Dieser gewährt sie ihm nicht. Tannhäuser ist zu schwach um selbst von ihr loszukommen und geht zu ihr zurück. Nach seiner Rückkehr erzählt er ihr in satirischer Form seine Reiseerlebnisse.

Heine nimmt in diesem Fall die Tannhäuserlegende zum Vorwand um seine Gesellschaftssatire anzubringen.
Gruß
Gylman
 Re: Tannhäuser 18.09.2004 (23:53) Hanne
Hallo Gylman,

erstmal muß ich mich wohl für meine furchtbaren Tippfehler entschuldigen...
Daß es sich hier um einen Vorwand handelt, ähnlich dem Wintermärchen, Gesellschaftskritik satirisch hzu betreiben ist schon klar. Und leider auch der Rest Deiner Antwort. Ich glaube ich habe mich nicht ganz richtig ausgedrückt. Bei diesem Interpretationsansatz ging es eher um eine werkimmanente Interpretation. Sprich: Was sagt der Text, ganz ohne Wissen/Interpretieren um Heines Intentionen oder Ausdruck. Und in diesem Sinne scheinen die Verschiedenen ja wohl andauernd unterschiedliche Liebeskonzepte auszuprobieren die gleichzeitig aber auch generell zu scheitern. Und hier sehen sowohl Sammons als auch Prawer im Tannhäuser einen Wendepunkt in dem Gedichtzyklus, weil der Sprecher sich erstamals in Neue Gedichte von der Liebesproblematik wegbewegt.
Ich habe im großen und ganzen dem Ansatz zugestimmt und die HA ist auch abgegeben.

Aber trotzdem möchte ich herzlich danken und ebenfalls einen Gruß senden
Hanne

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