| Benutzer: Fremder (unbekannt) | |
|
| | | Bei dem Gedicht "die schlesischen Weber" von 1844 haben sich ein paar Studenten aufgeregt und gesagt, Heine hätte ja gut Reden gehabt, er wäre doch in Paris gewesen und habe gar nichts von dem Aufstand mitbekommen und sie fanden das Gedicht sehr unehrlich. Ich konnte da nicht so wirklich widersprechen. Was kann man denn zu der Motivation des Gedichtes sagen???? | | | | | | Hallo Deike, naja, natürlich saß Heine sicher in Paris, aber es gibt kaum einen TExt, mit dem er so unmittelbar in politisches Geschehen eingriff. Der Text war als Flugblatt und durch die Veröffentlichung in der Emigrantenzeitschrift "Vorwärts" (http://projekte.free.de/dada/dada-p/P0001112.HTM) recht wirkungsvoll und wurde später zu einer Art Hymne der Arbeiterbewegung. Natürlich hat Heine nichts unmittelbar von dem Aufstand mitbekommen, aber warum sollte er ihn nicht trotzdem zur politischen Agitation nutzen können? Unehrlich finde ich das nicht. Zumal ihm die Mitarbeit am "Vorwärts" immerhin eingebracht hat, daß ihn der Staat Preußen steckbrieflich suchte und er nicht, wie geplant, zur Behandlung seiner Erkrankung Fachärzte in Berlin aufsuchen konnte. Es gibt übrigens eine gute Interpretation von Renate STauf, die Du in Kurzfassung hier findest: http://www.wolfgang.richardt.info/5-12.htm Viele Grüße Robert | | | | | | | | Vielen Dank!!!
Deike | |
Dies ist ein Beitrag aus dem Forum "Heinrich-Heine-Forum". Die Überschrift des Forums ist "Heine-Forum". Komplette Diskussion aufklappen | Inhaltsverzeichnis Forum Heinrich-Heine-Forum | Forenübersicht | plaudern.de-Homepage
|