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 Rhampsenit 05.10.2005 (00:44) Eusebius7
Mir scheint's als ob die Daten (1324 und 1326) außer Ordnung sind. Ich bin kein Muttersprachler; habe ich das Gedicht falsch verstanden?
 Re: Rhampsenit 05.10.2005 (09:47) schabuwan
Gut aufgepaßt! Mir ist das noch nie aufgefallen. Natürlich hätte es erst 1326 & dann 1324 heißen müssen, wenn man sich vor Christi Geburt bewegt. Aber es ist ja auch so schon zum Brüllen komisch, daß Heine Jahreszahlen verlesen läßt, die damals (1324/26) noch niemand kennen konnte, da es eben diese Zeitrechnung noch nicht gab.
Ich habe allerdings im Moment keine Idee, warum Heine das so gemacht hat. Denn daß ihm so ein grober Fehler unterläuft & von keinem Verleger berichtigt wird, kann ich mir nicht vorstellen - bei einem Heine hat man es erstmal als Absicht anzusehen. Hat irgend jemand eine Idee?
 Rhampsenit 06.10.2005 (13:46) Robert
Ist mir, ehrlich gesagt, auch noch nie aufgefallen. Vielleicht passten die Zahlen in dieser eigentlich "falschen" Reihenfolge besser zu dem lustigen Einfall, die Zahl als Reimwort zu nutzen ("sechs"-"Rex"). Und da die ganze Geschichte ja ohnehin nicht "historisch" ist, war es Heine vermutlich völlig egal. Man müsste mal in den Briefwechsel mit dem Verleger Campe schauen, ob er das bemängelt hat, aber ich glaube nicht.
Den Hinweis auf die Komik des Gedichts finde ich wichtig: Schließlich beginnt so der ganze "Romanzero" mit Gelächter (als explizite Anweisung, wie diese Gedichtsammlung zu lesen ist), und ein bisschen schlüpfrig wird es ja auch (die Sache mit dem Schatz, der der Prinzessin abhanden kommt). Übrigens verarbeitet Heine ja nicht nur das in den "Noten zum Romanzero" angegebene Kapitel von Herodot, sondern reagiert auch auf eine Komödie seines Lieblingsfeindes August von Platen ("Der Schatz des Rhampsinit"), die auch in der Tat nicht halb so witzig ist wie Heines Gedicht. Aber da lachen schließlich ja selbst die Krokodile ...
 Re: Rhampsenit 07.10.2005 (16:35) eusebius7
> Ist mir, ehrlich gesagt, auch noch nie aufgefallen.
> Vielleicht passten die Zahlen in dieser eigentlich
> "falschen" Reihenfolge besser zu dem lustigen Einfall,
> die Zahl als Reimwort zu nutzen ("sechs"-"Rex"). Und da
> die ganze Geschichte ja ohnehin nicht "historisch" ist,
> war es Heine vermutlich völlig egal. Man müsste mal in
> den Briefwechsel mit dem Verleger Campe schauen, ob er
> das bemängelt hat, aber ich glaube nicht.
> Den Hinweis auf die Komik des Gedichts finde ich wichtig:
> Schließlich beginnt so der ganze "Romanzero" mit
> Gelächter (als explizite Anweisung, wie diese
> Gedichtsammlung zu lesen ist), und ein bisschen
> schlüpfrig wird es ja auch (die Sache mit dem Schatz, der
> der Prinzessin abhanden kommt). Übrigens verarbeitet
> Heine ja nicht nur das in den "Noten zum Romanzero"
> angegebene Kapitel von Herodot, sondern reagiert auch auf
> eine Komödie seines Lieblingsfeindes August von Platen
> ("Der Schatz des Rhampsinit"), die auch in der Tat nicht
> halb so witzig ist wie Heines Gedicht. Aber da lachen
> schließlich ja selbst die Krokodile ...

Ich strebe, diese Gedichte sorgfältig zu übersetzen, weil es viele schlechte englische Übersetzungen gibt. Ihr könnt eine Sammlung von meinen lesen zu:
http://members.aol.com/abelard2/hh.htm

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