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Aus meinen Tränen sprießen
Heinrich Heine (1797-1856)

Aus meinen Tränen sprießen
Viel blühende Blumen hervor,
Und meine Seufzer werden
Ein Nachtigallenchor.

Und wenn du mich lieb hast, Kindchen,
Schenk ich dir die Blumen all,
Und vor deinem Fenster soll klingen
Das Lied der Nachtigall.

Ich habe mir dieses gedicht von heine ausgesucht weil ich denke, dass es die außenseiterrolle in der sich heine damals befand beschreiben soll und das mein thema ist. Jetzt habe ich das Problem, dass ich nicht weiß wie ich das interpretieren soll, da ich nicht weiß inwiefern oder ob es sich überhaupt auf die oben genannte außenseiterrolle bezieht. Ich weiß nicht genau was heine damit beschreiben oder umschreiben will. Die 1. Strophe wäre noch zu bewältigen aber die 2. kann man ohne den bezug einfach nicht verstehen. Und das ist mein Problem...ich kenne den bezug nicht!
Was repräsentiert dieses gedicht?
Für was steht es?
Und...was soll es sagen?

Ich wäre euch unendlich dankbar wenn ihr mir helfen würdet...ich versuche schon seit ewigkeiten informationen zu finden die mir weiterhelfen könnten aber ich finde einfach nichts...es gibt nichts was weiterhelfen könnte.

Bitte, wenn ihr etwas über die bedeutung oder den bezug des gedichts wisst, dann meldet euch bitte schnell!
Danke schonmal im voraus!
> Aus meinen Tränen sprießen
> Heinrich Heine (1797-1856)
>
> Aus meinen Tränen sprießen
> Viel blühende Blumen hervor,
> Und meine Seufzer werden
> Ein Nachtigallenchor.
>
> Und wenn du mich lieb hast, Kindchen,
> Schenk ich dir die Blumen all,
> Und vor deinem Fenster soll klingen
> Das Lied der Nachtigall.
>
Ich weiß jetzt nicht ob ich totalen Quatsch schreibe und ich weiß auch gar nicht, ob dieser Tread noch Relevanz hat, aber ich versuchs einfach mal.

Ich sehe in diesem Gedicht eine Kritik an der Romantik.

Strophe 1:
"Viel blühende Blumen" --> Typisch für Romantik
"Nachtigallchor" --> ist eigentlich in der Romantik etwas schönes, etwas das eine Einheit zwischen lyrischem Ich und Natur herstellt --> Hier wird es aber in einen negativen Kontext gebracht, nämlich in den Kontext der Tränen. Also kein Eins-werden mit der Natur, sondern vielmehr die Natur als eine die Tränen unterstützdende Kritik
In ironischer Weise nimmt Heine hier also die Sprache und Intention des Naturmotivs der Romantik auf die "Schüppe"

Strophe 2:
"Nachtigall und Blumen" wurden bereits in Strophe 1 als romantische Eigenschaften erkannt, die einen verwerflichen Blick auf die Romantik darstellen. In dieser Strophe verschenkt das lyrische Ich all die "Blumen" (Kennzeichen der Romantik) an das "Kindchen" und ruft auch die Nachtigal herber, die am Fenster singen soll.
Im übertragenen Sinne verstehe ich das so, dass Heine die Romantik zurück lässt und nun eine literarische Änderung vornehmen will. Und Heine hat diese Veränderung auch hervorgebracht, indem er zu einem politischen Dichter wurde, der mit Witz und Ironie vieles in Frage gestellt hat. So auch die vergangene Epoche der Romantik.

Die Aussenseiterrolle bei Heine ergibt sich für mich dadurch, dass er als erster Dichter (zusammen mit Börne) das Romantische überwunden hat. Er hat sich nicht eingereiht in die Gruppe der Romantiker, sondern wurde in gewisser Art und Weise zu einem "Revolutionär" im literarischen Sinne.

Dies ist ein Beitrag aus dem Forum "Heinrich-Heine-Forum". Die Überschrift des Forums ist "Heine-Forum".
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